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Wäschetrockner: Stromkosten pro Trockengang

Redaktionell geprüft: 3. August 2026

Kurz gesagt: Die Kosten eines Trockengangs berechnen Sie am besten mit dem gemessenen kWh-Wert eines vollständigen Programms. Gerätetyp, Restfeuchte, Beladung, Programm, Raumtemperatur und Wartung beeinflussen das Ergebnis.

Von kWh pro Zyklus zu Jahreskosten

Kosten pro Trockengang = Verbrauch pro Programm (kWh) × Strompreis
Jahreskosten = Kosten pro Trockengang × Trockengänge/Jahr

Ein Wärmepumpentrockner benötigt im gewählten Programm beispielhaft 1,6 kWh. Bei 0,40 €/kWh sind das 0,64 Euro je Durchgang. Bei drei Durchgängen pro Woche entstehen rund 99,84 Euro im Jahr.

Drei Nutzungsszenarien

Verbrauch/Zyklus Nutzung/Woche Verbrauch/Jahr Kosten bei 0,40 €/kWh
1,2 kWh 2 124,8 kWh 49,92 €
1,6 kWh 3 249,6 kWh 99,84 €
3,5 kWh 3 546,0 kWh 218,40 €

Die Werte sind Rechenszenarien, keine typischen Verbrauchsversprechen. Das Energielabel und die Produktinformationen erleichtern den Modellvergleich; für den eigenen Haushalt ist eine Messung aussagekräftiger.

Richtig messen

  1. Geeignetes Energiekostenmessgerät verwenden und Zähler vor dem Start zurücksetzen.
  2. Ein vollständiges, häufig genutztes Programm mit üblicher Beladung messen.
  3. Mindestens drei Zyklen erfassen, weil Textilien und Restfeuchte schwanken.
  4. Den Mittelwert mit der tatsächlichen jährlichen Anzahl multiplizieren.
  5. Falls das Gerät nach Programmende im Knitterschutz weiterläuft, diesen Verbrauch mit erfassen.

Restfeuchte ist der wichtigste Hebel

Je besser die Waschmaschine schleudert, desto weniger Wasser muss der Trockner verdampfen. Wählen Sie eine für Textilien und Gerät zulässige höhere Schleuderdrehzahl, wenn dadurch kein unverhältnismäßiger Nachteil entsteht. Tropfnasse oder sehr ungleich verteilte Wäsche verlängert den Prozess. Die maximale Beladung bezieht sich nicht immer auf jedes Spezialprogramm; Anleitung beachten.

Effizient und sicher betreiben

  • Flusensieb nach Herstellerangaben reinigen; blockierte Luftwege verschlechtern Betrieb und Sicherheit.
  • Wärmetauscher nur so pflegen, wie es die Anleitung vorsieht. Selbstreinigende Systeme nicht unsachgemäß öffnen.
  • Automatische Feuchtesteuerung nutzen und unnötiges Übertrocknen vermeiden.
  • Ähnliche Textilien gemeinsam trocknen; sehr unterschiedliche Materialstärken können zu langen Laufzeiten führen.
  • Lufttrocknen nutzen, wenn Raum, Wetter, Feuchteschutz und Alltag es zulassen.

Neukauf wirtschaftlich vergleichen

Berechnen Sie die erwartete jährliche kWh-Differenz zwischen altem und neuem Gerät und multiplizieren Sie sie mit dem Strompreis. Teilen Sie den Mehrpreis durch diese Ersparnis. Ein funktionierendes Gerät nur wegen einer kleinen Verbrauchsdifferenz zu ersetzen, amortisiert sich möglicherweise spät. Reparaturfähigkeit, Programmdauer, Lautstärke und Wärmeeintrag in den Aufstellraum gehören ebenfalls zur Wahl.

Häufige Fehler

Die maximale Heizleistung wird als Verbrauch pro Stunde angesetzt, ein Labelwert für ein Standardprogramm wird auf jedes Programm übertragen oder die Zahl der Zyklen wird mit Waschladungen gleichgesetzt, obwohl Teile luftgetrocknet werden. Auch Cent und Euro werden häufig verwechselt.

Brandschutz nicht gegen Ersparnis abwägen

Ein Trockner erzeugt Wärme und führt feuchte Luft. Flusen und blockierte Luftwege können ein Sicherheitsrisiko darstellen. Betreiben Sie das Gerät nur bestimmungsgemäß, reinigen Sie zugängliche Teile nach Anleitung und ignorieren Sie Geruch, ungewöhnliche Geräusche oder Fehlermeldungen nicht. Reparaturen an Elektrik, Kältekreislauf oder Heizung sind keine Energiesparmaßnahme für Laien.

Im Wäschetrockner-Rechner erfassen Sie Verbrauch pro Zyklus, Häufigkeit und Strompreis direkt.