Kühlschränke laufen rund um die Uhr, der Kompressor jedoch nur zeitweise. Deshalb ist die Multiplikation der Nennleistung mit 8.760 Stunden meist falsch. Am zuverlässigsten ist der Jahresverbrauch auf dem Energielabel oder eine mehrtägige Messung mit einem Strommessgerät.
Welche Faktoren den Verbrauch erhöhen
Gerätealter, Größe, Umgebungstemperatur, Türöffnungen, vereiste Flächen und eine zu niedrige Innentemperatur wirken sich aus. Sieben Grad im Kühlteil und minus 18 Grad im Gefrierteil sind für viele Haushalte passende Zielwerte.
Wann sich ein Austausch rechnet
Vergleichen Sie die jährliche Differenz in kWh mit dem Kaufpreis. Spart ein neues Gerät 150 kWh pro Jahr und kostet Strom 0,35 Euro, beträgt die rechnerische Ersparnis 52,50 Euro jährlich. Berücksichtigen Sie Herstellung, Nutzungsdauer und Reparaturfähigkeit.
Eigene Werte statt Durchschnittswerte
Durchschnittswerte eignen sich zur ersten Orientierung, können den konkreten Haushalt aber nicht abbilden. Verwenden Sie nach Möglichkeit Angaben vom Zähler, Energielabel, technischen Datenblatt oder Ihrer letzten Abrechnung. Dokumentieren Sie den Zeitraum und vergleichen Sie nur Werte mit derselben Einheit.
Fazit
Eine nachvollziehbare Rechnung trennt Leistung, Nutzungsdauer, Verbrauch und Preis. Dadurch erkennen Sie, welche Annahme das Ergebnis am stärksten beeinflusst und welche Maßnahme im Alltag tatsächlich relevant ist.