Eine Leistung von 1.000 Watt entspricht einem Kilowatt. Läuft das Gerät eine Stunde, verbraucht es genau eine Kilowattstunde. Bei 0,35 Euro pro kWh kostet die Stunde somit 0,35 Euro. Entscheidend ist jedoch, ob ein Gerät seine Nennleistung durchgehend aufnimmt. Heizlüfter tun das oft, Kühlschränke und Backöfen regeln dagegen ein und aus.
Leistung richtig einordnen
Die Wattangabe beschreibt die momentane elektrische Leistung. Für die Rechnung wird sie durch 1.000 geteilt und mit der Betriebsdauer multipliziert. Zehn Minuten entsprechen 0,167 Stunden. Ein 1.000-Watt-Gerät, das täglich zwei Stunden läuft, benötigt etwa 730 kWh im Jahr.
Typische Fehler vermeiden
Verwechseln Sie Leistung nicht mit Verbrauch. Nutzen Sie für geregelte Geräte möglichst einen gemessenen Durchschnittswert. Rechnen Sie außerdem mit Ihrem tatsächlichen Arbeitspreis aus dem Vertrag und nicht nur mit einem bundesweiten Durchschnitt.
Eigene Werte statt Durchschnittswerte
Durchschnittswerte eignen sich zur ersten Orientierung, können den konkreten Haushalt aber nicht abbilden. Verwenden Sie nach Möglichkeit Angaben vom Zähler, Energielabel, technischen Datenblatt oder Ihrer letzten Abrechnung. Dokumentieren Sie den Zeitraum und vergleichen Sie nur Werte mit derselben Einheit.
Fazit
Eine nachvollziehbare Rechnung trennt Leistung, Nutzungsdauer, Verbrauch und Preis. Dadurch erkennen Sie, welche Annahme das Ergebnis am stärksten beeinflusst und welche Maßnahme im Alltag tatsächlich relevant ist.