Die Jahresarbeitszahl beschreibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom über ein Jahr. Bei 12.000 kWh Wärmebedarf und einer JAZ von 3,5 ergibt sich rechnerisch ein Strombedarf von rund 3.429 kWh.
Warum die Praxis abweicht
Vorlauftemperatur, Wärmequelle, Gebäudehülle, Heizflächen, Warmwasser und Regelung beeinflussen die Effizienz. Ein Prospektwert ist nicht automatisch die tatsächlich erreichbare Jahresarbeitszahl.
Tarif und Nebenkosten
Rechnen Sie mit dem passenden Arbeitspreis und berücksichtigen Sie Grundpreis, Messkosten und gegebenenfalls getrennte Zähler. Für eine Investitionsentscheidung ist eine Fachplanung notwendig.
Eigene Werte statt Durchschnittswerte
Durchschnittswerte eignen sich zur ersten Orientierung, können den konkreten Haushalt aber nicht abbilden. Verwenden Sie nach Möglichkeit Angaben vom Zähler, Energielabel, technischen Datenblatt oder Ihrer letzten Abrechnung. Dokumentieren Sie den Zeitraum und vergleichen Sie nur Werte mit derselben Einheit.
Fazit
Eine nachvollziehbare Rechnung trennt Leistung, Nutzungsdauer, Verbrauch und Preis. Dadurch erkennen Sie, welche Annahme das Ergebnis am stärksten beeinflusst und welche Maßnahme im Alltag tatsächlich relevant ist.